Erster Sieg der Wiehler Mixed in der Saison 2019/2020

VC Wiehl schlägt Tabellenführer Bröltaler SC 3:1

Erster Saisonerfolg der Wiehler Mixed

25. November 2019.

Nach bisher drei erfolglosen Spielen gelang der Wiehler Mixed endlich der erste Heimsieg gegen den Bröltaler SC. In einer emotional sehr aufgeladenen Partie siegten die Wiehler am Ende hochverdient mit 3:1.

Normalerweise beginnt ein Spiel mit dem Anpfiff – vielleicht auch schon mit dem Vorbereiten und der Aufwärmung, wenn man den Körper so langsam auf Betriebstemperatur bringt. In diesem Fall begann das Spiel schon zwei Tage vorher mit einer Email des Bröltaler Mannschaftsverantwortlichen, der die Erregungskurve des kompletten Wiehler Teams schon am Samstag nach oben brachte. In dieser „im Namen seiner Mannschaft“ formulierten Email brachte er das Spiel der Bröltaler aus der vergangenen Saison in Erinnerung, wo sich sein Team vom Schiedsrichter ungerecht behandelt fühlte und er sich auch damals schon über „unzureichende“ Hallenbedingungen beschwert hatte. Mal abgesehen davon, dass einige der vorgebrachten Behauptungen schlicht falsch oder zumindest stark übertrieben waren und es halt im Wesen des Sports liegt, dass knappe Schiedsrichterentscheidungen von zwei Teams unterschiedlich bewertet werden können, war die gesamte Email in einem gefühlt sehr anmaßenden und reichlich herablassenden Tonfall formuliert, dass den Wiehlern beim ersten Lesen erst mal die Worte fehlten. Da wollte also ein Team von selbsternannten Schiedsrichterexperten anreisen? – Aha!

Im Nachhinein betrachtet konnte Spielertrainer Stefan Ackermann nichts anders tun, als dem Bröltaler Mannschaftsverantwortlichen für diese Email zu danken: Besser hätte er das Wiehler Team nicht motivieren können!

Der eigentliche Spielverlauf ist schnell zusammengefasst: der VC Wiehl spielte sein bis dahin bestes Saisonspiel und schlug den Bröltaler SC verdient mit 3:1. Schon im ersten Satz ließen die Wiehler kaum etwas anbrennen. Alle waren durchweg konzentriert und zeigten sich besonders in der Annahme stark verbessert. Dadurch konnten die Stellspielerinnen die Angreifer immer wieder gut in Szene setzen. Von Anfang an führten die Wiehler ständig mit vier, fünf Punkten und leisteten sich nur eine einzige Schwächephase gegen Ende des Satzes, wo man die Bröltaler wieder herankommen ließ. Mit 25:23 entschied man den ersten Satz für sich.

Im zweiten Satz verstärkten die Wiehler nochmal den Druck. Die Gäste zeigten sich leicht verunsichert und beeindruckt vom immer besser werdenden Blockspiel der Wiehler. Nach einem kleinen Hänger zu Beginn, übernahm der VC Wiehl die Initiative und baute den Vorsprung immer weiter aus. Am Ende ging der Satz mit 25:16 an die Gastgeber.

Vielleicht ging der zweite Satz schon ein wenig zu einfach – im dritten Satz wurde Annahme und Stellspiel bei den Wiehlern wieder etwas ungenauer und die Bröltaler kamen deutlich besser ins Spiel. Der Satz verlief ausgeglichen und am Ende setzen sich die Bröltaler mit 22:25 durch.

Im vierten Satz spielten die Wiehler wieder deutlich souveräner und ließen keinen Zweifel aufkommen, dass man diesen Satz unbedingt gewinnen wollte. Die Bröltaler ließen ein wenig nach und haderten immer wieder mit sich selbst. Und auch wenn im Satz mal kurioserweise vier Angaben nacheinander vergeben wurden, siegte der VC Wiehl am Ende deutlich mit 25:18.

Der VC Wiehl war an dem Abend als Team überzeugender. Die Unterstützung von der Bank war jederzeit lautstark zu hören und gerade auch in leicht kritischen Phasen eine große Hilfe auf dem Feld. Als überaus wertvoll erwies sich Tom Schmidtsdorf, der das Coaching von der Linie übernahm und immer wieder taktisch kluge Auszeiten und Auswechslungen vornahm und viele Tipps und Hinweise lieferte. So mancher „Trainerpunkt“ ging den Abend auf sein Konto. Auf dem Feld brachten alle auch endlich mal die „PS auf die Straße“. Die Motivation blieb über alle Sätze hoch (auch dank der Vorgeschichte), die Annahme war meist gut, das Stellspiel sicher und im Angriff konnten alle überzeugen. Ein rundum gelungener Abend.

Dabei war Bröltaler SC der erwartet starke Gegner mit einem insgesamt sehr gut besetztem Team, sicher in der Annahme, wirklich hervorragend in der Feldabwehr und jederzeit gefährlich im Angriff. Und bei Gesprächen nach dem Spiel stellte sich auch heraus, dass die anfangs erwähnte Email vielleicht doch nicht im Sinne aller Gästespieler war. Für den VC Wiehl bleibt dann wohl nur ein Fazit zu diesem denkwürdigen Spiel: „Danke, Björn!“

Für den VC Wiehl spielten Esther Ackermann, Dorit Meinhold, Nicola Schäbitz, Janin Schmallenberg, Linda Stimberg, Nils Ackermann, Stefan Ackermann, Michael Ebach, Sascha Kloppenburg, Tom Schmidtsdorf und Thomas Solbach.

StA